Die Vereinigten Staaten sind mit einem potenziellen Anstieg der Mumps-Fälle konfrontiert, zusammen mit einem breiteren Wiederaufleben von durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten wie Masern. Während Masernausbrüche in Bundesstaaten wie South Carolina die aktuellen Schlagzeilen dominieren, überwachen Gesundheitsbehörden Mumps genau. Bis Ende Februar 2026 meldete die CDC in diesem Jahr 34 Fälle, darunter einen deutlichen Anstieg in Maryland, wo 19 bestätigte und 7 wahrscheinliche Fälle verzeichnet wurden – ein starker Anstieg von nur 4 im gesamten Jahr 2025.
Dieser Anstieg ist zwar insgesamt gesehen immer noch relativ gering, erinnert aber daran, dass Mumps in den USA weiterhin vorhanden ist und sich effizient ausbreiten kann, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten wie Schulen und Universitäten.
Warum Mumps trotz Impfung bestehen bleibt
Mumps-Ausbrüche werden durch mehrere Faktoren verursacht, darunter sinkende Impfraten in einigen Gemeinden und die mangelhafte Wirksamkeit des MMR-Impfstoffs. Der MMR-Impfstoff schützt vor Masern, Mumps und Röteln. Vor seiner Einführung im Jahr 1967 erkrankten die meisten Kinder im Jugendalter an Mumps. Durch den Impfstoff konnte die Zahl der Fälle drastisch reduziert werden, und zwar von etwa 150.000 im Jahr 1968 auf etwa 230 im Jahr 2003. Allerdings ist es bei Mumps schwieriger, Herdenimmunitätsschwellen zu erreichen als bei Masern, da der Impfstoff weniger wirksam ist.
„Eine Einzeldosis des MMR-Impfstoffs bietet etwa 72 Prozent Schutz, während zwei Dosen diesen auf etwa 86 Prozent erhöhen“, erklärt Christy Beneri, DO, stellvertretende medizinische Direktorin für Infektionsprävention am Stony Brook Children’s Hospital. Dies bedeutet, dass einige geimpfte Personen möglicherweise trotzdem an der Krankheit erkranken, ein Phänomen, das als Durchbruchinfektion bezeichnet wird. Eine im Laufe der Zeit nachlassende Immunität trägt auch zu Fällen bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen bei.
Yvonne Maldonado, MD, Professorin für Pädiatrie an der Stanford University, fasst die Situation zusammen: „Aktuelle Fälle können auf eine Kombination aus unzureichender Impfung und der geringeren Wirksamkeit des Mumps-Impfstoffs zurückzuführen sein.“
Erkennen der Mumps-Symptome und ihrer Ausbreitung
Das Hauptsymptom von Mumps ist eine Entzündung der Speicheldrüsen, die Schmerzen und Schwellungen verursacht, insbesondere in der Nähe des Kiefers. Weitere Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Bei Teenagern und Erwachsenen treten tendenziell deutlichere Symptome auf als bei kleinen Kindern.
Das Virus verbreitet sich durch Speichel und Atemtröpfchen, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder Utensilien teilt. Menschen können das Virus bis zu zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen verbreiten, was die Eindämmung erschwert. Bei einigen Personen können leichte oder gar keine Symptome auftreten, die Krankheit wird aber dennoch übertragen.
Die Risiken einer Mumps-Infektion
Während die meisten Mumps-Fälle durch Ruhe und Flüssigkeit verschwinden, können Komplikationen auftreten, insbesondere bei Erwachsenen, ungeimpften Personen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Die häufigste Komplikation ist Orchitis – eine Hodenentzündung – die möglicherweise zu Hodenatrophie und Fruchtbarkeitsproblemen führen kann. Weitere schwerwiegende Komplikationen sind Meningitis, Enzephalitis, Pankreatitis und Hörverlust.
Impfung: Die beste Verteidigung
Die American Academy of Pediatrics empfiehlt zwei Dosen des MMR- oder MMRV-Impfstoffs: die erste zwischen 12 und 15 Monaten und die zweite zwischen 4 und 6 Jahren. Zusätzliche Dosen werden nicht routinemäßig empfohlen, aber die Gesundheitsbehörden können bei Ausbrüchen für Personen mit hohem Risiko eine Auffrischimpfung empfehlen.
Wenn Sie sich über Ihren Impfstatus nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Durch Blutuntersuchungen kann festgestellt werden, ob Sie schützende Antikörper aus einer früheren Impfung haben.
Übertragung verhindern
Die Impfung bleibt die wirksamste Präventionsmethode. Neben der Impfung können auch einfache Maßnahmen die Ausbreitung reduzieren: Vermeiden Sie das Teilen von Getränken oder Utensilien, waschen Sie häufig die Hände und bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind.
Das Wiederaufleben von Mumps unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Impfung für den Schutz der Gesundheit des Einzelnen und der Gemeinschaft. Die Aufrechterhaltung hoher Impfraten ist von entscheidender Bedeutung, um weitere Ausbrüche zu verhindern und die mit dieser vermeidbaren Krankheit verbundenen Risiken zu mindern.
