Schinken ist eine beliebte Proteinquelle, sein Nährwert variiert jedoch erheblich, je nachdem, wie er verarbeitet wird. Hier finden Sie einen detaillierten Überblick über den Proteingehalt in verschiedenen Schinkenprodukten, die Faktoren, die ihn beeinflussen, und mögliche gesundheitliche Aspekte.
Proteinmengen in gängigen Schinkensorten
Die Proteinmenge, die Sie aus Schinken erhalten, hängt vom Schnitt und der Zubereitungsmethode ab:
- Gepökelter, gerösteter Schinken (3 oz): 19 Gramm Protein.
- Geschnittener Feinkostschinken (4 oz): 20 Gramm Protein.
- Schinkensteak (1 Scheibe): 11 Gramm Protein.
- Schinken-Sub-Sandwich (6 Zoll): 17 Gramm Protein.
- Prosciutto (2 Scheiben): 5 Gramm Protein.
- SPAM (Dosenschinken, 2 oz): 7 Gramm Protein.
Diese Zahlen zeigen, dass der Proteingehalt nicht einheitlich ist. Feinkost und gerösteter Schinken bieten das meiste Protein pro Portion, während verarbeitete Optionen wie SPAM weniger enthalten.
Wie sich die Verarbeitung von Schinken auf den Proteingehalt auswirkt
Der Reifeprozess, der Salzgehalt und die Methoden der Schweinehaltung wirken sich alle auf den Proteingehalt im Schinken aus. Salz wirkt als Konservierungsmittel und stabilisiert das Protein während der Reifung. Auch Nitrate kommen zum Einsatz, allerdings können hohe Konzentrationen gesundheitsschädlich sein.
Es gibt zwei Hauptaushärtungsmethoden:
- Trockenhärtung: Reduziert den Feuchtigkeitsgehalt um 18–25 %, konzentriert den Geschmack, senkt jedoch den Proteingehalt pro Unze. Diese Methode wird bei Landschinken und Prosciutto angewendet, wodurch diese intensiv salzig werden.
- Nass- oder Salzlakenpökelung: Injiziert Fleisch Salz, Zucker und Nitrate, wodurch ein feuchtes Produkt mit salzigem Geschmack entsteht. Dies ist die gebräuchlichste Aushärtungsmethode.
Gesundheitsrisiken eines hohen Schinkenkonsums
Schinken ist bekanntermaßen reich an Natrium. Eine 3-Unzen-Portion gerösteter Schinken enthält 1.170 Milligramm Natrium und übersteigt damit die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis (50,9 %). Lebensmittel mit einem Natriumgehalt von 20 % oder mehr des Tageswertes gelten als natriumreich.
Der regelmäßige Verzehr solcher Lebensmittel erhöht das Risiko für Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Probleme. Obwohl Schinken Eiweiß liefert, ist er aufgrund seines Natriumgehalts ein Lebensmittel, das man in Maßen verzehren sollte.
Fazit: Schinken ist eine vernünftige Proteinquelle, aufgrund seines hohen Natriumgehalts sollte er jedoch sparsam verzehrt werden. Unterschiedliche Schnitt- und Reifemethoden beeinflussen den Proteingehalt, daher sollten Verbraucher die Nährwertangaben sorgfältig lesen.
