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Safran, ein Gewürz, das traditionell in der ayurvedischen Medizin verwendet wird und in der Küche Griechenlands, Irans, Indiens und Marokkos beliebt ist, gewinnt nun in der modernen klinischen Forschung an Aufmerksamkeit. Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es erhebliche Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit bieten könnte, insbesondere bei der Behandlung von Darmentzündungen und der Linderung von Angstzuständen.

Verbesserungen der Darmgesundheit bei Patienten mit Colitis ulcerosa

Eine in Inflammatory Bowel Diseases veröffentlichte Studie untersuchte die Auswirkungen einer Safranergänzung auf Personen mit Colitis ulcerosa (UC), einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. An der Studie nahmen 30 Patienten teil, die in drei Gruppen eingeteilt wurden: eine Placebogruppe, eine Gruppe mit niedrig dosiertem Safran (25 mg zweimal täglich) und eine Gruppe mit hochdosiertem Safran (50 mg zweimal täglich) für acht Wochen.

Wichtige Ergebnisse: Die Gruppe mit der hohen Safrandosis verzeichnete bemerkenswerte Verbesserungen der Entzündungsmarker im Darm. Dies deutet darauf hin, dass die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Safran bei der Behandlung von UC-Symptomen helfen können. Wichtig ist, dass die Studie hervorhebt, dass Safran begleitend zu Standardbehandlungen und nicht als eigenständiges Heilmittel verwendet werden sollte.

Vorteile für die psychische Gesundheit: Reduzierung von Angstzuständen

Über die Darmgesundheit hinaus zeigte die Gruppe mit der hohen Safrandosis auch signifikante Verbesserungen ihres Hamilton Depression Anxiety Score und der allgemeinen Lebensqualität. Dies deutet darauf hin, dass Safran eine angstlösende Wirkung haben könnte. Angesichts neuer Forschungsergebnisse, die Angststörungen mit Neuroinflammation (Entzündung im Gehirn) in Verbindung bringen, könnte dieser Nutzen mit den umfassenderen entzündungshemmenden Wirkungen von Safran zusammenhängen.

Weitere potenzielle gesundheitliche Vorteile

Während sich die neueste Studie auf die Darmgesundheit und Angstzustände konzentriert, weisen frühere Untersuchungen auf eine Reihe weiterer potenzieller Vorteile hin:

  • Krebsforschung: *In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Safran Darmkrebszellen selektiv abtöten kann, ohne gesunde Zellen zu schädigen.
  • PMS-Linderung: Safran kann häufige prämenstruelle Symptome wie Kopfschmerzen, Heißhunger und Unwohlsein lindern.
  • Augengesundheit: Das Gewürz wird mit einer verbesserten Netzhautfunktion in Verbindung gebracht, was es zu einem potenziellen Inhaltsstoff in Nahrungsergänzungsmitteln für die Sehkraft macht.

Dosierung und praktische Anwendung

In der Studie wurde eine hohe Dosis von 50 mg zweimal täglich verwendet, was immer noch weniger als einem Teelöffel entspricht. Dies deutet darauf hin, dass bereits kleine Mengen Safran vorteilhaft sein können. Für diejenigen, die Safran in ihre Ernährung integrieren möchten, sollten Rezepte wie Safranlimonade in Betracht gezogen werden.

Das Fazit: Safran ist ein vielversprechendes natürliches Hilfsmittel bei Darmentzündungen und Angstzuständen. In Kombination mit der laufenden Forschung zu seinen umfassenderen gesundheitlichen Vorteilen stellt dieses Gewürz eine wissenschaftlich fundierte Ergänzung zu einem ausgewogenen Lebensstil dar.