Kombucha, das fermentierte Teegetränk, das wegen seiner angeblichen gesundheitlichen Vorteile immer beliebter wird, ist nicht ohne Risiken. Während viele es wegen seiner probiotischen Eigenschaften genießen, kann ein übermäßiger Verzehr zu unangenehmen und sogar schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie über das sichere Trinken von Kombucha wissen müssen.
Der Aufstieg von Kombucha und warum es wichtig ist
Kombucha wird durch die Fermentation von gesüßtem Tee mit einer symbiotischen Kultur aus Bakterien und Hefe (SCOBY) hergestellt. Es enthält Probiotika, Antioxidantien sowie geringe Mengen Alkohol und Koffein. Der Reiz des Getränks liegt in seinem Potenzial, die Darmgesundheit zu verbessern, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Da es sich jedoch um ein fermentiertes Produkt handelt, kann eine unsachgemäße Zubereitung oder ein übermäßiger Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen.
Mögliche Nebenwirkungen von zu viel Kombucha
Obwohl Kombucha die Darmgesundheit fördern und Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung verbessern kann, kann der Konsum von zu viel Kombucha Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall verursachen. Der von Natur aus hohe Säuregehalt kann für einige dieser Beschwerden verantwortlich sein, insbesondere bei Menschen, die nicht ganz daran gewöhnt sind.
- Verdauungsprobleme: Übermäßiger Kombucha-Verzehr kann Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall verursachen.
- Kopfschmerzen: Kombucha enthält Koffein und Alkohol, die bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen auslösen können.
- Laktatazidose: Ein seltener, aber schwerwiegender Überkonsum kann zu einer Ansammlung von Milchsäure im Blutkreislauf führen, was zu Muskelschmerzen, Orientierungslosigkeit und sogar Organproblemen führen kann.
- Bleivergiftung: Selbst gebrauter Kombucha in Ton- oder Keramikbehältern kann Blei auslaugen und Symptome wie Bluthochdruck und Stimmungsstörungen verursachen.
- Zahnschäden: Der Säuregehalt zerstört den Zahnschmelz, was zu Karies und Empfindlichkeit führt.
- Übermäßiger Zuckerkonsum: Obwohl Kombucha weniger Zucker enthält als Limonade, kann der häufige Konsum von Kombucha dennoch zu Gewichtszunahme und Entzündungen beitragen.
- Allergische Reaktionen: Bei manchen Personen kann es zu Kurzatmigkeit, Engegefühl im Hals oder Schwindel kommen.
Wer sollte Kombucha meiden?
Bestimmte Gruppen sollten komplett auf Kombucha verzichten:
- Schwangere oder stillende Personen: Der geringe Alkoholgehalt und die potenzielle Toxizität stellen Risiken dar.
- Kinder unter 4 Jahren: Ihre Systeme sind zu empfindlich.
- Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen: Der Säuregehalt kann bestehende Beschwerden verschlimmern.
- Immungeschwächte Personen: Nicht pasteurisiertes Kombucha birgt das Risiko einer lebensmittelbedingten Erkrankung.
- Personen mit Alkoholabhängigkeit: * Das Getränk enthält Alkohol und kann den Zustand verschlimmern.
Wie viel Kombucha ist sicher?
Moderation ist der Schlüssel. Beginnen Sie am besten mit einem kleinen Glas täglich und beobachten Sie die Reaktion Ihres Körpers. Experten empfehlen, zuckerarme Sorten zu wählen und durch einen Strohhalm zu trinken, um die Zähne zu schützen.
Wenn Sie Kombucha zu Hause brauen, ist Sauberkeit von entscheidender Bedeutung, um das Wachstum von Schimmel oder schädlichen Bakterien zu verhindern. Verwenden Sie Glasbehälter, überwachen Sie den SCOBY auf Verfärbungen oder ranzige Gerüche und halten Sie einen pH-Wert zwischen 2,5 und 4,2 ein.
Das Fazit
Kombucha bietet potenzielle gesundheitliche Vorteile, ein übermäßiger Verzehr kann jedoch zu negativen Auswirkungen führen. Strikte Sauberkeit und die richtige Brauausrüstung sind für das Heimbrauen unerlässlich. Bestimmte Gruppen, darunter schwangere Personen und Personen mit Vorerkrankungen, sollten dies meiden. Mäßigung und fundierte Entscheidungen sind der Schlüssel zum sicheren Genuss von Kombucha.


















