Jalen Hurts spielte nicht nur Quarterback. Er überlebte zwei der brutalsten Schnellkochtöpfe im College-Football. Seine Reise von Tuscaloosa nach Norman verlief nicht geradlinig. Es war ein Gerangel. Ein Dreh- und Angelpunkt. Eine Neuerfindung.
Die Geschichte beginnt an der University of Alabama. Hurts kam 2016 als Neuling mit einer Kanone als Arm und viel zu beweisen an. Er führte die Tide zum nationalen Meisterschaftsspiel gegen Clemson. Sie haben hart gespielt. Sie verloren 35–31. Ein herzzerreißendes Ende eines historischen Anfangs.
Doch das eigentliche Drama begann in seiner zweiten Staffel. Hurts brachte Alabama zurück ins Titelspiel. Diesmal war der Gegner Georgien. Es stand mehr auf dem Spiel. Die Verteidigung war stärker. Alabama geriet in einem Spiel in Rückstand, das sich anfühlte, als würde ihm entgleiten. Dann kam der Wechsel.
Cheftrainer Nick Saban traf eine Entscheidung, die die frühe Karriere von Hurts prägte. Er setzte den Starter auf die Bank. Er zog Tua Tagovailoa herein.
„Tagovailoas Leistung verwies Hurts auf die Rolle des Backup-Quarterbacks.“
Tua ist nicht einfach eingesprungen, er hat das Team mobilisiert. Alabama gewann in der Verlängerung mit 26:23. Hurts sah von der Seitenlinie aus zu. Er hatte das Team an den Rand geführt, aber der Mantel ging vorbei. Er wurde zum Ersatz. Es war eine harte Lektion im Wettbewerb. Aber es war nicht das Ende.
Hurts schloss sein Studium im Dezember 2018 ab. Er hatte, was er brauchte. Er hatte die Erfahrung. Er brauchte eine Bühne, auf der er der Hauptfahrer sein konnte. Diese Bühne war die University of Oklahoma.
Der Transfer nach Oklahoma zur Saison 2019 hat alles verändert. Hurts spielte nicht mehr nur. Er dominierte.
Er warf 3.851 Yards. Das ist eine persönliche Bestleistung. Er fand 32 Mal die Endzone. Er fügte außerdem 1.298 Rushing Yards hinzu. Der Dual-Threat-Stil, über den Scouts jahrelang debattiert hatten, kam endlich auf Hochtouren. Er war nicht nur ein Taschenpasser. Er war ein Läufer. Er war ein Anführer.
Es folgten die Ehrungen. Er belegte den zweiten Platz bei der Heisman Trophy 2019. Es war ein klares Zeichen dafür, dass die College-Football-Welt dies zur Kenntnis genommen hatte.
Oklahoma erreichte das Halbfinale der College Football Playoffs. Der Gegner war die Louisiana State University. Die Zahlen auf der Anzeigetafel erzählen die ganze Geschichte. LSU gewann 63-28. Es war ein einseitiger Verlust. Aber Hurts hatte seinen Wert bereits bewiesen.
Er hinterließ Norman mit einer neuen Identität. Nicht mehr das Backup. Nicht mehr der Neuling, der das Titelspiel verloren hat. Er war der Franchise-Spieler. Derjenige, der mit seinen Beinen und seinem Arm Dinge bewegen konnte.
Der Weg in die NFL war nicht garantiert. Aber der Grundstein war gelegt. Zwei Meisterschaftsspiele. Ein zweiter Platz für Heisman. Insgesamt über 5.000 Yards Angriff. Die Stücke waren da. Der Rest ist Geschichte.



















