Anthocyane sind starke Antioxidantien, die für die leuchtenden Rot-, Lila- und Blautöne bestimmter Lebensmittel verantwortlich sind. Diese Verbindungen sind nicht nur optisch ansprechend – sie sind auch mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden, darunter einer verbesserten kognitiven Funktion, einer besseren Herzgesundheit, einer besseren Stoffwechselregulation und einer Verringerung von Entzündungen. Während Blaubeeren als Hauptquelle oft im Rampenlicht stehen, haben einige andere Lebensmittel eine noch größere Wirkung.
Warum Anthocyane wichtig sind
Antioxidantien spielen eine entscheidende Rolle bei der Neutralisierung schädlicher freier Radikale im Körper und schützen die Zellen vor Schäden. Dieser Schaden steht im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten wie Herzerkrankungen, Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen. Eine ausreichende Versorgung mit Anthocyanen über die Ernährung kann ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt in Richtung einer langfristigen Gesundheit sein.
1. Lila Süßkartoffeln: Eine verwurzelte Kraftquelle
Lila Süßkartoffeln liefern etwa 218–244 Milligramm Anthocyane pro 100 Gramm gekocht, was dem Gehalt von Blaubeeren gleichkommt und ihn manchmal sogar übertrifft. Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese lebendigen Knollen dabei helfen können, Entzündungen vorzubeugen, den Blutzucker zu regulieren und sogar Schutz vor Lebererkrankungen und Tumorbildung bieten.
Auf die Kochmethode kommt es an: Durch Kochen, Dämpfen oder Erhitzen in der Mikrowelle bleibt der Anthocyanspiegel effektiv erhalten. Allerdings kann Backen, Braten oder Heißluftfrittieren ihre Wirksamkeit um bis zu 45 % verringern.
2. Brombeeren: Eine ballaststoffreiche Alternative
Brombeeren bieten ein bekanntes Geschmacksprofil, das Blaubeeren ähnelt, mit einem Anthocyangehalt zwischen 70 und 240 Milligramm pro 100 Gramm. Neben ihrer antioxidativen Wirkung liefern Brombeeren mehr als doppelt so viele Ballaststoffe wie Blaubeeren (7,6 Gramm pro Tasse gegenüber 3,5 Gramm) und unterstützen so die Gesundheit des Verdauungssystems und ein stabiles Darmmikrobiom.
Brombeeren genießen: Frische Brombeeren schmecken am besten in der Saison, während gefrorene Beeren das ganze Jahr über eine tolle Ergänzung zu Smoothies, Joghurt oder Haferflocken sind.
3. Kirschen: Süße Unterstützung für die Genesung
Süßkirschen enthalten 82–297 Milligramm Anthocyane pro 100 Gramm und tragen so zu weniger oxidativem Stress, einer schnelleren Erholung nach dem Training und einer möglichen Blutdruckregulierung bei. Überraschenderweise kann der Anthocyangehalt von Kirschen nach dem Pflücken ansteigen, was sie zu einem langlebigen, gesunden Snack macht.
Vielseitig einsetzbar: Kirschen schmecken pur köstlich, verfeinern aber auch Studentenfutter, Müsli oder sogar herzhafte Kirschsalsa.
4. Schwarzer Reis: Ein unerwarteter Antioxidantienschub
Schwarzer Reis enthält etwa 456 Milligramm Anthocyane pro 100 Gramm und übertrifft damit viele andere Quellen. Dieses uralte Getreide kann auch zur Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen und bei der Behandlung von Diabetes helfen.
Kochen und Kombinieren: Schwarzer Reis kann als eigenständige Beilage serviert oder zusammen mit Gemüse wie Karotten, Edamame und Avocado in Körnerschalen eingearbeitet werden, um eine noch größere Antioxidantienzufuhr zu gewährleisten.
Maximierung der Anthocyan-Aufnahme
Bei den meisten Diäten mangelt es an ausreichend Anthocyanen, sodass die Aufnahme von natürlich gefärbten Lebensmitteln nahezu überall von Vorteil ist. Aufgrund ihrer geringen Bioverfügbarkeit und Empfindlichkeit gegenüber Umweltfaktoren ist es schwierig, sie allein über die Nahrung zu übertreiben. Die Priorisierung dieser lebendigen Optionen ist eine einfache Möglichkeit, die Aufnahme von Antioxidantien zu steigern und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen.



















