Elektronische Zigaretten, allgemein als Vapes bekannt, erfreuen sich als Alternative zum herkömmlichen Rauchen immer größerer Beliebtheit. Auch wenn es oft als weniger schädlich angesehen wird, bestätigen neuere Forschungsergebnisse, dass E-Zigaretten zusätzlich zu den gut dokumentierten Lungenkomplikationen erhebliche Risiken für die Herz-Kreislauf-Gesundheit birgt. Auch wenn es relativ neu ist, deuten immer mehr Hinweise darauf hin, dass E-Zigaretten zu ernsthaften Herzproblemen führen kann, selbst bei Personen ohne Vorerkrankungen.
Wie sich Dampfen auf Ihr Herz auswirkt
Wie herkömmliche Zigaretten liefern E-Zigaretten Nikotin, eine stark süchtig machende Substanz, die sich direkt auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Die Auswirkungen sind unmittelbar und können langfristige Folgen haben.
Erhöhte Herzfrequenz und erhöhter Blutdruck: Nikotin löst einen Anstieg des Adrenalins aus, verengt die Blutgefäße und beschleunigt die Herzfrequenz. Studien zeigen, dass das Dampfen selbst bei Erstanwendern die Herzfrequenz um bis zu 4 Schläge pro Minute erhöhen kann. Anhaltende Erhöhungen können zu unregelmäßigen Rhythmen führen und das Risiko eines Herzinfarkts oder plötzlichen Todes erhöhen. Darüber hinaus erhöht das Dampfen sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck und trägt so zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems bei.
Blutgefäßschäden und oxidativer Stress: Durch das Dampfen gelangen schädliche Chemikalien, darunter Acrolein, Acetaldehyd und Formaldehyd, in den Körper. Obwohl diese Substanzen in geringeren Konzentrationen als in Tabakzigaretten vorkommen, tragen sie zur Arteriosklerose – der Bildung von Plaque in den Arterien – bei. Dieser Prozess wird durch oxidativen Stress beschleunigt, bei dem schädliche freie Radikale die natürlichen antioxidativen Abwehrkräfte des Körpers überwältigen. Dieses Ungleichgewicht erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, vorzeitiges Altern und sogar Krebs.
Erhöhtes Risiko einer Herzinsuffizienz: Neue Forschungsergebnisse deuten auf einen starken Zusammenhang zwischen Langzeitdampfen und Herzinsuffizienz hin. Eine Studie ergab, dass E-Zigaretten das Risiko einer Herzinsuffizienz um 19 % erhöht. Dies ist besonders besorgniserregend, da Herzinsuffizienz oft irreversibel ist und eine lebenslange Behandlung erfordert.
Dampfen und bestehende Herzerkrankungen
Bei Personen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Problemen kann das Dampfen die Symptome verschlimmern und die Ergebnisse verschlechtern. Nikotinexposition kann Brustschmerzen auslösen, die Symptome einer Herzinsuffizienz verschlimmern und die Wahrscheinlichkeit von Arrhythmie-Episoden wie Vorhofflimmern erhöhen. Personen mit Koronararterienverstopfungen sind besonders anfällig für Komplikationen aufgrund einer durch Nikotin verursachten Gefäßverengung.
Mit dem Dampfen aufhören: Ressourcen und Unterstützung
Die Befreiung von der Nikotinsucht ist eine Herausforderung, aber machbar. Es stehen zahlreiche Ressourcen zur Verfügung, die Einzelpersonen dabei helfen können, mit dem Dampfen aufzuhören:
- American Heart Association: Bietet einen fünfstufigen Prozess zum Aufhören.
- American Lung Association: Bietet Gesprächsleitfäden zur Erörterung der Risiken des Dampfens.
- National Institutes of Health (Smokefree.gov): Hilft bei der Entwicklung personalisierter Entwöhnungspläne.
- Konsultieren Sie Ihren Arzt: Besprechen Sie medizinische Unterstützung und mögliche Therapien.
Das Fazit
E-Zigaretten sind keine sichere Alternative zum Rauchen. Es birgt erhebliche kardiovaskuläre Risiken, einschließlich erhöhter Herzfrequenz, erhöhtem Blutdruck, Schäden an Blutgefäßen und einem erhöhten Risiko einer Herzinsuffizienz. Wenn Sie rauchen, sollten Sie darüber nachdenken, mit dem Rauchen aufzuhören, um Ihre Herzgesundheit langfristig zu schützen. Die Folgen von Untätigkeit könnten schwerwiegend und irreversibel sein.



















